Jun-A: Klarer Sieg gegen Coude-du-Rhone

Am vergangenen Sonntag hatten die Junioren-A ein Meisterschaftsspiel gegen den SHC Coude-du-Rhone, ein Team aus dem Wallis. Das Spiel fand zuhause in Kernenried statt, es wurden also viele Zuschauer erwartet, trotz der Kälte. Dieses Spiel war eigentlich die Austragung eines Spiels, welches verschoben worden war. Es war das erste Aufeinandertreffen der beiden Teams in dieser Saison, es gab also keine klare Ausgangslage. Dennoch war einiges über die Walliser bekannt und darauf konnten sich die Kernenrieder einstellen. Man wusste, dass die Gäste sehr körperbetont spielen würden, oft gar unfair. Doch sie haben auch einige Spieler, die durchaus über Talent verfügen. Man wusste auch, dass die Westschweizer oft ein eher schmales Kader haben, und so würde es auch diesmal sein. Die Gäste kamen mit sechs Feldspielern und einem Torhüter. Es war also alles in allem ein anstrengendes Spiel werden.

 

Nach dem üblichen Abtasten der ersten Minuten war schnell klar wer in diesem Spiel den Ton angeben würde. Die Bulldozers waren den Wallisern sichtlich überlegen, technisch, läuferisch und taktisch. Dies spiegelte sich schnell auch im Resultat nieder: nach fünf Minuten stand es 3:0. Die Walliser wurden von den Bulldozers regelrecht schwindelig gespielt. Schon zu diesem Zeitpunkt spielten die Gäste sehr passiv, wohl um Kräfte zu sparen. Je länger das Drittel lief, desto mehr leis die Leistung der Kernenrieder nach. Man war sich der Sache wohl schon etwas zu sicher und so erzielten die Walliser nach acht Minuten das erste Tor. Es war nicht so als ob die Gegner überlegen gewesen wären, nein die Bulldozers waren einfach nicht richtig bei der Sache, brachten nicht die Leistung die möglich gewesen wäre. Dies ist eine gefährliche Situation, denn wenn man nicht möglichst schnell wieder auf die richtige Spur kommt, kann sich das Blatt sehr schnell wenden. Doch es änderte sich nichts mehr gross in diesem Startdrittel, abgesehen von je einem Tor auf beiden Seiten. So stand es zur ersten Drittelspause 4:2.

 

Nach der Pause waren alle aufgerüttelt und motiviert wieder ans Werk zu gehen. Niemand wollte dieses Spiel noch aus der Hand geben. So kam es, dass die Kernenrieder kurz nach Wiederanpfiff ein weiters Tor schossen. Noch ein weiteres kam in der ersten Powerplaychance des Spiels hinzu. Und so ging es weiter, nach 28 Minuten stand es 8:2. Jetzt nahmen die Walliser ihr Timeout und die Bulldozers wechselten den Torhüter. Immer noch spielten die Gäste sehr passiv, warteten oft mit dem Ball hinter ihrem Tor, um etwas zu verschnaufen. Doch wenn sie mal am Ball waren setzten sie jetzt den Körper konsequenter ein und begannen mit Pöbeleien. Auf solche Dinge liessen sich die Bulldozers gar nicht erst ein, sondern Nutzten ihre Überzahl um mehr Druck aufzubauen. Infolge der Unterlegenheit nahmen die Westschweizer die eine oder andere Straffe, was den Bulldozers die Gelegenheit verschaffte mit einem Mann mehr zu agieren. So stand es zu Ende des zweiten Drittels 11:3

 

Im letzten Drittel wollten die Bulldozers den Match beenden, wenn möglich sogar frühzeitig. Dies ist möglich, wenn nach 40 Minuten eine Tordiffernz von 15 oder mehr vorliegt. Es fehlten also noch sieben Tore. Von Coude-du-Rhone kam kaum noch Gegenwehr und es sah gut aus für die Kernenrieder. Man war auf bestem Weg zum Ziel, bei Drittelshälfte stand es 15:3. Doch danach kassierte man noch ein Tor, welches auch zu verhindern gewesen wäre. Dies schien die Bulldozers irgendwie zu bremsen. Man schaffte es nicht in diesen letzten zehn Minuten vier Tore zu schiessen, gegen einen Gegner, der nur sechs Feldspieler hatte. Fast hätte man es geschafft, das Drittel endete mit dem Spielstand 18:4. Es waren weitere drei Punkte im trockenen und das Resultat war klar. Dennoch sollte man sich fragen wieso man 18 Tore schiesst und

trotzdem vier kassiert.

 

 

Text: Jonathan Hohl


Offizieller Juniorenpartner: