Jun-A: Overtimeniederlage im Spitzenkampf gegen Oberwil

Am vergangenen Samstag hatten die Junioren-A ein Heimspiel gegen die Oberwil Rebells. Es war ein sehr wichtiges Spiel, für beide Seiten. Diese beiden Teams sind Favoriten für dem Meistertitel und das Hinspiel war eine äusserst knappe Angelegenheit. Damals gewannen die Bulldozers in der Verlängerung, jedoch waren die Rebells nicht mit komplettem Kader angetreten. Heute hatten aber die Bulldozers ein etwas angeschlagenes Kader, es gab diverse angeschlagene Spieler. Es ging in diesem Spiel auch darum, wer in der Tabelle die Führung erringen würde. Die Anspannung war also bei den Spielern, Trainern und Zuschauer gross, alle freuten sich ein spannendes, gutes Hockeyspiel vielen Emotionen. Die grösste Stärke der Oberwiler, das war kein Geheimnis, ist ihre dynamische Offensive, die auf Angriffen aus den Ecken beruhte. Es würde für die Bulldozers eine grössere Herausforderung darstellen, diese Offnsive unter Kontrolle zu halten. Sollte dies jedoch gelingen, haben auch die Bulldozers eine starke Offensive, die einigen Schaden anrichten kann.

 

 Das Spiel begann und beide Teams waren voller Elan und Tatendrang. Es war wie erwartet ausgeglichen und beide Teams hatten die eine oder andere Chance. In dieser Anfangsphase hätte das eine sowie auch das andere Team sich einen Vorsprung verschaffen können. Doch nur die Bulldozers taten dies auch. Nach etwas mehr als zwei Minuten stand es 1:0 zu Gunsten des Heimteams. Und es sah gut aus, noch vor der sechsten Minute konnten die Bulldozers aufgrund einer Strafe ein erstes Mal in Überzahl agieren. Vielleicht hatte es etwas zu gut ausgesehen. Das Powerplay der Bulldozers war nämlich schlicht und einfach ungenügend. Man hatte Schwierigkeiten sich in der Zone zu installieren und gelang dies einmal, war man zu hektisch oder konnte einfach nichts mit dem Ball anfangen. Zugegebenermassen spielten die Oberwiler aber auch eine gute Box. Und es kam wie es kommen musste, die Oberwiler zogen kurz nach dem Powerplay mit den Kernenriedern gleich und erzielen das 1:1. A propos Powerplay: Einige Minuten nach ihrem Treffer zeigten die Rebells vor wie es richtig geht und trafen in einem Powerplay zum 1:2. Das Gästeteam war in dieser Phase überlegen und konnte viel Druck auf das Tor von Torhüter Lukas Jörg machen. Die Bulldozers konnten sich oft nur noch auf unerlaubte Weise wehren, daraus resultierten zwei weitere Überzahlsituationen für die Rebells. Jetzt konnten die Kernenriede mit ihrem Boxplay glänzen und verhinderten tapfer einen weiteren Gegentreffer vor der ersten Pause. Somit endete das erste Drittel mit 1:2.

 

Zu Beginn des zweiten Drittels schienen die Zuger entschlossen alles klar zu machen und sich für die OT-Niederlage vom letzten Mal zu rächen. Doch etwas übermotiviert holten sie sich eine und dann die nächste Strafe. Die Bulldozers konnten also wieder Powerplay spielen, Teilweise sogar in doppelter Überzahl. Doch den Anschlusstreffer fiel erst kurz nachdem die zweite Straffe abgelaufen war. Es war ein eher glücklicher Treffer, ein Schuss von der blauen Linie, der daneben ging, dann aber zurückprallte und via Rücken des Torhüters seinen Weg ins Tor fand. So stand es 2:2 und alles war wieder offen. In der 27. Minute beging ein Spieler der Bulldozers ein grobes Foul an seinem Gegenspieler, ein unnötig rüder Check von hinten. Besagter Spieler kassierte dafür eine Fünfminutenstrafe, eine Spieldauerdisziplinarstrafe und eine Spielsperre für seinen nächsten Match, zusätzlich eine Geldbusse. Die Aussichten standen dementsprechend schlecht für die Bulldozers, denen ein Spiel mit einem Spieler weniger auf der Bank und fünf Minuten unterzahl bevorstanden. Doch aufgeben kam nicht in Frage. Die lange Unterzahl begann gut, der Gegner konnte sich keine 100%ige Chancen erarbeiten. Doch dann eine weitere unnötige Straffe machte die aufkeimende Hoffnung wieder zu Nichte. Doch wie durch ein Wunder überstanden die Bulldozers auch diese Straffe. Der Match ging ausgeglichen weiter, mit Chancen auf beiden Seiten. Zwei Minuten vor Schluss konnten die Oberwiler wieder die Führung an sich reissen. Die Reaktion der Bulldozers folgte prompt: Kaum eine Minute vor Ende des zweiten Drittels zogen sie wieder mit dem Gegner gleich. Das zweite Drittel endete mit 3:3.

 

Wieder konnten die Bulldozers das Drittel mit einem Powerplay beginnen. Durch Willen und harte Arbeit konnten sie in dieser Überzahl einen Treffer erzielen. Es war keineswegs ein schönes Tor, der Ball wurde irgendwie reingewurstelt. Dennoch war es die Führung und je länger je mehr Hoffnung hatten die Kernenrieder diesen Match gewinnen zu können. Es folgte eine Phase der Undiszipliniertheit, beide Teams nahmen mehrere Straffen. Teilweise wurde 4:4 gespielt und alles geriet etwas aus dem Rhythmus. Dieses Mal waren es die Oberwiler, die im Chaos reussieren konnten. Zur Hälfte des dritten Drittels stand es 4:4. Und fünf Minuten vor Schluss trafen die Zuger wieder und Übernahmen zum X-ten Mal die Führung. Zu diesem Zeitpunkt hätte manch einer das Spiel für verloren gehalten. Nicht aber die Bulldozers. Sie kämpften weiter, taten alles und ersetzten den Torhüter durch einen Feldspieler. Diese Taktik geht entweder schief oder sie gelingt. Entweder man schiesst ein Tor oder man kassiert eines. Heute ging sie für die Bulldozers auf. Gut eine Minute vor Schluss wurde der Ausgleich erzielt. In der letzten Minute traf keine der beiden Mannschaften. Es ging mit einem Spielstand von 5:5 in die Verlängerung.

 

In der Verlängerung lieferten sich die Teams ein Duell auf Augenhöhe. Es hätte auf beide Seiten fallen können. Das Wettkampfglück würde entscheiden. Und so war es dann auch. Nach kaum einer Minute beendeten die Oberwiler das Spiel mit einem etwas glücklichen Schuss. Im Hinspiel hatten die Bulldozers in der Verlängerung gewonnen. Diesmal waren es die Rebells. Man sollte das Resultat aus Sicht der Kernenrieder aber als einen gewonnenen Punkt betrachten und nicht als zwei verlorene. Dies war ein Spiel, das eines Spitzenspiels würdig war.

 

 

Text: Jonathan Hohl


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