NLA: 76 Sekunden reichten zum Sieg

Am Samstag reiste die erste Mannschaft der Bulldozers nach Zürich um dem direkten Tabellenkonkurrenten SHC Bonstetten-Wettswil entgegen zu treten. Die Partie begann von beiden Seiten abwartend und ausgeglichen und im ersten Drittel konnten beidseits zwei Treffer verbucht werden. Danach fehlte den Gästen aus Kernenried oft die letzte Effizienz im Abschluss und man konnte die Partie erst dank drei Unterzahltoren in den letzten zwei Minuten für sich entscheiden.

Nach dem vermeintlichen Cup aus vor drei Wochen gegen denselben Gegner, welcher die Partie damals bereits in den ersten Minuten mit zwei Treffern entschied. Man wollte dem SHC Bonstetten-Wettswil intelligenter begegnen und bereits zu Beginn Druck auf das gegnerische Tor ausüben. Beide Teams starteten abwartend in die Partie bis in der zehnten Minute das Heimteam in Führung ging und nur 67 Sekunden später das zweite Mal einnetzte. Gegen Ende des ersten Drittels konnten die Rieder danach mit 5 gegen 3 spielen und nun lief der Ball gut. So gelangen Dominik Marti innerhalb von 25 Sekunden zwei Treffer und der Ausgleich war noch vor der ersten Pause Tatsache.

 

Im zweiten Drittel machten über weite Strecken die Bulldozers das Spiel und störten den Spielaufbau des Heimteams konsequent. Tore gelangen jedoch keine weiteren. Man merkte sichtlich, dass die Gäste mit den engen Platzverhältnissen kämpften und zu wenig zwingende Abschlüsse kreieren konnten.

 

Zum Start des dritten Drittels knüpften die Rieder dort an wo sie aufgehört hatten. Sie übten Druck aus und waren bereit, über den Kampf das Spiel für sich zu entscheiden. Entgegen dem Spielverlauf, wurde in der 49. Minute ein scheinbar harmloser Schuss von der blauen Linie vom eigenen Verteidiger unhaltbar abgelenkt und so gerieten die Gäste wiederum ins Hintertreffen. Als zwei Minuten vor Schluss die sonst sehr disziplinierten Bulldozers eine Strafe nahmen schien das Spiel entschieden. Für die Unterzahl wurden nochmals die schnellsten Spieler der Rieder auf den Platz geschickt und es passierte unglaubliches. 58:56 gelang Kevin Marti der Ausgleich, 59:11 erzielte Marti Dominik mit seinem 3. persönlichen Treffer die Führung und 59:47 entschied Stucki Pascal die Partie mit dem 3:5 definitiv.

 

Die sonst immer bemängelten Special-Teams der Bulldozers entschieden diese Partie innerhalb von 76 Sekunden für sich und die Moral, welche dieses Team bereits die ganze Saison trägt, erhielt nun den verdienten Lohn. Nun gilt es diese Leistungen auch gegen stärkere Gegner abrufen zu können um am nächsten Sonntag in der Faes Bau Arena gegen die Sierre Lions ebenfalls zu punkten.

 

Text: Stefan Hager