NLA: Nur ein Punkt nach bitterem Wochenende

Die Bulldozers holen sich einen Punkt in Bonstetten bei der 3:2 Niederlage nach Penaltyschiessen und verlieren am Sonntag zu Hause gegen Martigny mit 0:6. Trotz starker Leistung mit dezimiertem Kader (Sportferien) wurden die Bulldozers zu wenig für ihre Bemühungen belohnt.

Nach der langen Winterpause standen für die Bulldozers gleich zwei wichtige Partien an. Da das Auswärtsspiel gegen Bonstetten-Wettswil wegen Schnee verschoben wurde, hatten die Bulldozers dieses Wochenende nicht nur das Heimspiel gegen Martigny, sondern auch auswärts in Bonstetten. Beides wichtige Spiele im Kampf um die Playoffs.

 

Am Samstag reiste das Team von Gerhard Bracher in Richtung Zürich. Das Ziel: Drei Punkte. Aufgrund eines Staus verlängerte sich die Fahrt und die Vorbereitungszeit wurde deutlich kürzer. Die Bulldozers liessen sich davon nicht ablenken und starteten gut in das Spiel. In der 10. Minute konnte sich Lukas Hubacher, der für dieses Wochenende die Ausrüstung tauschte und als Feldspieler auflief, das erste Tor der Partie erzielen. Ende des 1. Drittels hatten die Rieder gar eine doppelte Überzahl, liessen diese jedoch ungenutzt.

 

Im Mitteldrittel geschah bis zum Ende nicht viel Ereignisreiches. Bis Dominik Schärer in der 20. Minute mit einem Schuss von der blauen Linie das Score auf 0:2 erhöhte. Kurz nach der Wiederaufnahme des Spiels wurde Richard Zrnik von Bonstetten für einen unfairen Check unter die Dusche geschickt. Die Möglichkeit für Kernenried, vor der Pause nochmals ein Tor draufzusetzen. Jedoch geschah genau das Gegenteil, als Noël Breguet nach dem Bully entwischt und einen Shorthander zum 1:2 erzielt. Geschockt rettet sich Kernenried in die Pause.

 

Trotz fast fünf-minütigem Powerplay zu Drittelsbeginn veränderte sich das Resultat vorerst nicht. In der 48. Minute entkam ein Bonstetter und wurde gefoult. Penalty! Aber einmal mehr rettet Lucas Stucki zwischen den Pfosten. Bonstetten suchte den Ausgleich, in der Folge waren die Rieder vermehrt auf der Strafbank. Dies konnte auf Dauer nicht gut gehen. Erst bei der insgesamt achten Strafe wurde unser Boxplay umspielt und Bonstetten gelang der Ausgleich. Verlängerung!

 

In der Verlängerung gab es nochmals je eine Strafe und ein Pfostenschuss beim Tor von Bonstetten. Somit ging das Spiel ins Penaltyschiessen. Der einzige erfolgreiche Schütze blieb Severin Thürig von Bonstetten. Das Spiel war somit verloren.

 

Gleich am Tag darauf folgte das Heimspiel gegen Martigny. Auch die Martinacher hatten bereits am Samstag ein Spiel. Die Rieder starteten gut ins Spiel und erarbeiteten sich nicht selten gute Tormöglichkeiten. Auch Lucas Stucki wurde im Tor nicht langweilig und so war es ein spannendes Drittel mit Chancen auf beiden Seiten. Jedoch fielen noch keine Tore. Mit dem Stand von 0:0 begaben sich beide Mannschaften in die Garderoben.

 

Im zweiten Drittel ging es ähnlich weiter wie im ersten Drittel. Ein ausgeglichenes Spiel, aber die zwingenden Chancen waren eher auf der Seite der Bulldozers. Bis Martigny sich in der 31. Minute durchsetzen konnte. Dabei blieb es aber nicht und sie erzielten in den nächsten 80 Sekunden zwei weitere Tore. Die Bulldozers waren allesamt nicht bei der Sache und das wurde knallhart bestraft. In der 36. Minute konnten die Martinacher noch ein Powerplaytor erzielen, womit der Pausenstand mit 0:4 klar auf Seiten der Walliser lag. In der Pause war klar: Man müsse hinten dicht bleiben und vorne gleich weiterspielen wie bisher. Mit einem Torhüterwechsel soll neuer Schwung in die Mannschaft gebracht werden.

 

Im 3. Drittel fiel schnell das 0:5 im Powerplay, wovon die Strafe noch eine Hypothek aus der schlechten Schlussphase des Mitteldrittels war. Kurz darauf eine riesige Möglichkeit. Wie bereits in Bonstetten durften es die Rieder erneut in einer doppelten Überzahl versuchen. Allerdings ohne Torerfolg. Nach Ablauf einer weiteren Strafe gegen die Bulldozers folgte das genickbrechende 0:6. Kernenried probierte nochmal alles, aber es mangelte bei den Spielern an Überzeugung. Selbst die besten Chancen wurden nicht verwertet, somit war der Endstand eine klare 0:6 Niederlage.

 

Obwohl die Rieder einen Punkt holten war dieses Wochenende keinesfalls erfreuend. Gegen zwei Direktkonkurrenten um die Playoffs spielte man gute Matchs, doch es fehlte an Effizienz und das berühmte Quäntchen Glück blieb auch aus. Somit wird der Weg in die Playoffs immer wie steiniger. Nächsten Sonntag empfängt Kernenried die Oberwil Rebells.

 

Text: David Andrist