Cup: Aus der Traum vom Finale

Die Bulldozers verlieren im Cup-Viertelfinale auswärts beim SHC Martigny mit 7:1 und müssen den Traum vom Finale in Zuchwil vorzeitig begraben. Gegen den NLB-Leader verpassten die Rieder damit eine einmalige Chance in einen Halbfinalkreis vorzustossen, in welchem die erfolgreichsten Teams der Vorjahre (u.a. Meister Oberwil und Cupsieger Grenchen) bereits nicht mehr vertreten sind.

 

Der Spielstart war ein reines Abtasten beider Teams. Das Heimteam ging kein Risiko ein und versuchte das Spieldiktat mit einfachem Hockeyspiel auf seine Seite zu zwingen. Die Gäste aus Kernenried hatten am Anfang enorm Mühe sich mit dem schwierigen Terrain anzufreunden.

Die Dozers waren aber auch enorm nachlässig, die Laufbereitschaft fehlte und den Gegenspielern wurde zu viel Raum geboten.

 

Nach einem Schuss von Hubacher rollte der abgefälschte Ball langsam über die Torlinie. Doch mit viel Glück konnte ein Verteidiger den Führungstreffer für die Dozers verhindern. In den letzten zwei Minuten des Startabschnittes war viel los. Zuerst war es das Heimteam, welches in der 18. Minute in Führung gehen konnte. Die Freude war kurz, denn Andrist konnte schon sieben Sekunden später für die Bulldozers den Ausgleich bejubeln. Kurz darauf kassierten die Dozers eine Strafe wegen einem zu hohen Stock, der im Gesicht des Gegners landete. Das Powerplay der Heimmannschaft war eine kurze Sache. Ein Bully, ein Schuss, ein Tor und schon war das Heimteam wider in Führung. Aber halt! War da nicht ein Pfiff zu hören? Richtig. Die Zeitnehmer hatten die Uhr vergessen einzuschalten und der Schiedsrichter hat den Fehler gleich bemerkt. Jetzt gingen die Diskussionen los. Nach ein paar Minuten entschieden die Unparteiischen doch noch auf Tor, dies mit der Begründung dass der Pfiff erst ertönte, als der Ball die Linie schon überquert hatte. So waren die Einheimischen also nach dem ersten Drittel mit 2:1 in Führung.

 

Im Mittelabschnitt liessen zuerst beide Teams ein Überzahlspiel ungenutzt verstreichen. Bei den Gästen hat sich noch nicht viel geändert, man hatte immer noch Probleme mit dem ungewohnten Untergrund und liess dem Gegner immer noch zu viel Freiraum. Mit einem gezielten Weitschuss und wenig Sicht für Torhüter Hubacher war der zwei Tore Vorsprung Tatsache. Mit einem weiteren Tor noch vor Ablauf des Mitteldrittels konnte Martigny sogar auf ein 4:1 erhöhen.

 

Die Bulldozers wussten nun, dass sie sich keine Fehler mehr leisten können, denn es wäre nicht das erste Mal in dieser Saison in der man ein 3-Torerückstand noch aufholen kann. Doch es kam anders. Mit zwei Toren in den ersten fünf Minuten waren die Hoffnungen in den Cup-Halbfinal vorzustossen für doch so manchen Gast aus dem Kanton Bern verschwunden. In den letzten 15 Minuten konnte sich das Gast Team aber doch noch steigern. Leider war das Glück an diesem Tag überhaupt nicht auf der Seite der Berner, denn es gab doch noch den ein oder anderen gefährliche Abschluss auf das Tor des Gegners. Kurz vor Schluss konnte Martigny mit einem Schuss ins leere Tor den Schlusspunkt setzen.

 

Mit 7:1 gewinnt Martigny dieses Spiel und ist damit sicher nicht der unverdiente Sieger.

Für die nächsten Spiele in der Zwischenrunde können sich die Bulldozers sicherlich eine Scheibe der Walliser abschneiden, denn mit so viel Kampfgeist muss man ein Spiel bestreiten.

 

Text: D.Marti