NLA: Hohe Niederlage auswärts in Grenchen

Die Bulldozers verlieren auch das zweite Aufeinandertreffen mit dem Derbygegner aus Grenchen deutlich. Nach der 1:15 Klatsche im Heimspiel in der FAES BAU Arena verlieren die Rieder auch auswärts in Grenchen 13:0. Die Grenchner, welche die Tabelle der NLA aktuell anführen, zeigten sich vor dem Tor der Rieder hocheffizient und waren den Gästen aus Kernenried in allen Belangen überlegen.

Das Resultat fiel schlussendlich wohl zu deutlich aus. In einer animierten Startphase war es zwar eine sehr offensiv ausgerichtete Grenchner Mannschaft, welche das Spiel mehrheitlich in der Hälfte der Gäste kontrollierte, durch schnelle Konter konnten sich die Rieder aber seinerseits in gute Abschlusspositionen bringen. Auf der anderen Seite zeigte sich deutlich eine der Eigenschaften, welche den Bulldozers zu einer Spitzenmannschaft fehlt: Während die Bulldozers vor dem gegnerischen Tor mehrheitlich glücklos im Abschluss blieben, setzten die Grenchner nach Abprallern im Slot konsequent nach und erzielten so schon früh die 1:0 Führung und bauten diese Führung bis zur Pause auf 3:0 aus.

 

Die Bulldozers verpassten es in der Folge das Spiel durch Kampfgeist und Laufbereitschaft offen zu halten. Eine hohe Anzahl individueller Fehler, schlechte Abspiele und mangelhafte Ballkontrolle auf Seiten der Gäste machten es dem SHC Grenchen nicht schwer, sein Spiel aufzuziehen. Diese Schwächen kamen in den sich bietenden Überzahlsituationen deutlich zur Geltung.

 

Besonders im zweiten Spielabschnitt liessen die Rieder die Grenchner zu oft gewähren. Die sich bietenden Freiheiten wurden durch das Heimteam konsequent ausgenutzt. So diskutierte bereits kurz nach Beginn des zweiten Drittels niemand mehr über eine mögliche Überraschung sondern nur noch über die Höhe des Grenchner Sieges. 9:0 der Zwischenstand nach einem völlig missratenen zweiten Drittel.

 

Im letzten Spielabschnitt waren die Bulldozers hauptsächlich auf Schadensbegrenzung aus. Die Mannschaft zeigte sich geweckt von den Worten ihres Trainergespanns wiederum kämpferischer. Damit gelang es zwar, den Schaden einigermassen in Grenzen zu halten, nicht aber die Klasse und Spielfreude des Heimteams effektiv zu brechen. So erhöhte Grenchen das Skore auch im letzten Abschnitt nochmals in regelmässigen Abständen bis zum Endresultat von 13:0.

 

Text: T. Strahm