JunA: Bulldozers retten sich in Entscheidungsspiel

Die Junioren A gewinnen zuhause gegen die Oberwil Rebells mit 3:2 nach Verlängerung. Sascha Arni erzielt das goldene Tor und rettet seine Mannschaft damit nach der Niederlage im ersten Halbfinalspiel der Playoffs ins Entscheidungsspiel.

Es hätte das letzte Spiel der Saison sein können: Nachdem die A-Junioren vor Wochenfrist in Zug noch knapp als Verlierer vom Platz gingen, stand die Mannschaft der Coaches Schärer/Schneider vor diesem Heimspiel im Playoff-Halbfinal gegen Oberwil mit dem Rücken zur Wand. Eine weitere Niederlage hätte im Modus Best of Three das Saisonende bedeuted. Nicht selten hat man  Mannschaften erlebt, welche sich in solchen Situationen verkrampften und Opfer der eigenen Nerven wurden.

 

Der Verlauf der Startphase konnte die Nerven der jungen Rieder Mannschaft beruhigen. Die  ersatzgeschwächten Rebells starteten schlecht in die Partie und mussten sich früh in doppelter Unterzahl wehren. Kevin Marti liess diese Chance nicht ungenutzt und war für die frühe und beruhigende 1:0 Führung besort. "Natürlich haben uns die frühen Strafen der Oberwiler in die Karten gespielt. Das half uns, früh ins Spiel zu kommen und das Heft in die Hand zu nehmen", kommentierte Pius Schneider, Trainer der Rieder, nach dem Spiel die Startphase.

 

Mit dem Schwung aus der Startphase konnten die Bulldozers den Druck auf das Oberwiler Tor während des ganzen ersten Drittels aufrechterhalten, vergassen aber das eine oder andere Mal die Spielstärke der ersten Oberwiler Linie um Steiger, Keiser und Meier. Besonders der U18 Internationale Ramon Meier scheiterte im ersten Drittel zwei Mal alleine vor Bulldozers-Hüter Stucki. Die gefährlichen Konter sind auch Schneider aufgefallen: "Gegen Oberwil sind wir uns eigentlich nicht gewohnt, so offensiv zu aggieren. Demnach mussten wir auch den einen oder anderen gefährlichen Konter zulassen. Diese schnellen Umschaltsituationen von Offensive auf Defensive werden wir in der kommenden Woche definitiv thematisieren."

 

In der Offensive konnten die Rieder bis zur ersten Pause das 2:0 bewerkstelligen. Dabei profitierte Torschütze Lässer auch von einem Stellungsfehler von Rebells Goalie Pagano.

 

Ab dem zweiten Drittel kamen die Gäste aus Zug besser ins Spiel. Es war in diesem Drittel das Heimteam, welche mit zwei Strafen die eigenen Angriffsbemühungen schwächten, ohne dass die Rebells vorerst davon Profit schlagen konnten. "Im Verlauf des Spiels fehlte uns vermehrt die Konzentration", erkannte Pius Schneider und nannte hierfür auch gleich einen möglichen Grund: "Mit zwölf Feldspielern schwand unseren Jungs irgendwan die Kondition."

 

Im dritten Abschnitt gelang es den Bulldozers vorerst nicht, dem gedrehten Spielverlauf entgegenzuwirken und so waren es weiterhin die Zuger Gäste, welche den Ausgleich konsequenter suchten. Dieser Treffer gelang den Rebells zum Leidwesen der Bulldozers noch vor dem Seitenwechsel. Es entwickelte sich in der Folge ein spannender und packender Playofffight, welcher bis zum Ende der regulären Spielzeit keinen Sieger fand.

 

In der anschliessenden Verlängerung fand das Heimteam zurück zur anfänglichen Stärke und liessen gute Chancen zur Entscheidung aus. Kurz vor Ablauf der ersten Halbzeit der Verlängerung war es Dominik Marti, welcher mit einem Schuss von der blauen Linie Gefahr vor das Rebells Tor brachte. Sascha Arni stocherte vor dem Tor erfolgreich nach und erzwang mit seinem Siegestreffer das Entscheidungsspiel in der Zuger Herti. "Es ist ein wahnsinns Gefühl einen solch entscheidenden Treffer zu erzielen. Besonders nachdem ich zuerst noch eine gute Chance vergeben habe, bin ich froh, unserem Team das Playoffinale weiterhin offen zu behalten", erklärte Torschütze Arni nach dem Spiel sichtlich euphorisch.

 

Dieses Entscheidungsspiel findet am kommenden Sonntag, 1. Mai in Zug statt. Der heute ersatzgeschwächte Gegner Oberwil wird dann wiederum in stärkerer Verfassung als heute erwartet. Trotzdem konzentriert man sich bei den Riedern auf sich selbst: "Wir können die Aufstellung des Gegners nicht beeinflussen und konzentrieren uns daher auf uns. Wir werden uns die Woche nochmals intensiv vorbereiten und können ebenfalls auf Rückkehrer zählen. Es wird ein offener Kampf", verspricht Pius Schneider und verabschiedet sich in die Garderobe. Hopp Bulldozers!