NLA: 40 Minuten NLA-Playoffhockey - 20 Minuten Hockeyhorror

Eine gefühlte Ewigkeit ist es her: Vor vier Jahren, im Frühling 2011, bestritten die Bulldozers gegen den SHC Aegerten das letzte Mal eine NLA-Playoffpartie. Für einige Akteure der Rieder ist es dieses Jahr gar das erste Mal überhaupt, dass sie in den Playoffs Erfahrungen sammeln werden. Zugegeben, nach dem Rückzug des

damaligen Playoffgegners und dem Quasi-Rückzug des SHC Martigny aus der laufenden Meisterschaft, kann die Playoffqualifikation der Bulldozers nicht als Husarenstück bezeichnet werden. Trotzdem hat sich das Team den Platz 6 in der Qualifikation, punktgleich mit La Chaux-de-Fonds und Bonstetten, mit einem seltenen Sieg im Neuenburger Jura und zwei Siegen gegen die Säuliämter aus dem Kanton Zürich durchaus verdient. Quasi als Belohnung bekommt man es nun in den Playoff-Viertelfinals mit dem Derbyrivalen vom anderen Ende des Limpachtals, dem SHC Grenchen zu tun.

Der letztjährige Cupsieger schaut seinerseits auf eine durchzogene Qualifikation zurück. Die in der Vergangenheit erfolgsverwöhnten Solothurner haben auf diese Saison hin mit den Transfers von Stucki, Hofer, Hefti und Eggen ihr Kader mit den wichtigsten Leistungsträgern des SHC Aegerten verstärkt. Trotzdem gelang es während der Saison nur selten, konstant die erwartete Leistung abzurufen und es folgten immer wieder Mistritte gegen schwächer eingeschätzte Kontrahenten. Schlussendlich rutschte das Team von Daniel Feuz nur dank eines Punktabzuges für den SHC

Sierre noch auf den „erwarteten“ dritten Platz in der Qualifikation.

 

Dass die Grenchner diese Saison nicht als unbezwingbar gelten, wussten auch die Bulldozers. Derbys, besonders in den Playoffs, kennen bekanntlich besondere Regeln. Zwar ist man den Solothurnern noch vor Ostern in der letzten Qualifikationsrunde deutlich unterlegen, trotzdem wusste man, dass man den Qualifikations-Dritten mit einer optimalen Leistung fordern kann. Die Vorzeichen für einen gelungenen Playoffauftakt standen für die Rieder nicht ungünstig, konnte man aufgrund der Platzbelegung in Grenchen zuerst zuhause antreten.

 

Die Bulldozers zeigten über zwei Drittel hinweg eine starke, engagierte und kämpferische Leistung und bot dem Favoriten Paroli. Zum ersten Mal seit dem Sieg gegen den SHC Bonstetten vor Weihnachten gelang es den Riedern ihr Defensivkonzept nach den Vorgaben der Coaches Bracher und Hubacher über längere Phasen hinweg umzusetzen und dafür zu sorgen, dass die Grenchner ihre

natürliche Feldüberlegenheit nicht in Tore ummünzen konnten. Im Gegenteil war es Markus Hubacher, welcher einen Konter in der zehnten Spielminute zur 1:0 Führung der Bulldozers abschliessen konnten. Die Grenchner liessen sich durch diesen Rückschlag jedoch nicht aus der Fassung bringen und bewiesen in ihren Angriffsbemühungen Geduld, welche bis zur ersten Pause mit zwei Treffern ihrerseits belohnt wurde.

 

Im zweiten Spielabschnitt nahm der Druck des letztjährigen Cupsiegers aus Grenchen weiter zu und das Spiel fand mehrheitlich in der Offensivzone der Feuz-Truppe statt. Trotzdem wussten die Bulldozers mit Kontergelegenheiten immer wieder kleine Nadelstiche zu setzen und hatten so ihrerseits Möglichkeiten, weitere Tore zu erzielen. Es dauerte bis zur 32. Minute, als Patrik Lüthi eine der zahlreichen Grencher-Chancen zum dritten Treffer nützen konnte. Lars Henzi für Grenchen und Verstärkungsspieler Marc Werren, welcher in dieser Saison das erste Mal für die Bulldozers in der

NLA auflief, trafen bis zur Pause je ein weiteres Mal. Das knappe Resultat von 4:2 liess für die letzten 20 Minuten weiter auf eine spannende Schlussphase hoffen.

 

Zu dieser spannenden Schlussphase kam es, so viel kann man an dieser Stelle verraten, nicht.

Ein Doppelschlag der Grenchner fragmentierte die Hoffnungen der Rieder kurz nach Wiederbeginn in Einzelteile. Ein sehenswerter Powerplay-Treffer von Sterchi, noch vor dem Seitenwechsel, besiegelte den Ausgang der Partie endgültig.

 

Der totale Einbruch der Rieder und die Herabwürdigung einer über zwei Drittel kämpferisch

soliden Leistung folgte in den letzten sechs Minuten mit ebenso vielen Gegentoren. 13:2 lautete schlussendlich das deutliche und brutale Verdikt der ersten Playoffpartie seit vier Jahren.

 

Wiederum müssen die Rieder eine deutliche Niederlage verschmerzen. Ein weiteres Mal lässt

sich zusammenfassen, dass man einem Favoriten über weite Strecken des Spiels getrotzt hat, sich aufgeopfert und gekämpft hat und trotzdem steht die Mannschaft am Ende mit leeren Händen und einer deutlichen Klatsche dar. Wieder hat sich erwiesen, dass 40 Minuten konzentriertes Playoffhockey nicht reicht, um einen Gegner wie den SHC Grenchen, ernsthaft zu fordern.

 

Schon nächste Woche steht in Grenchen das Rückspiel und die letzte Chance der Bulldozers an, diese Saison ein Ausrufezeichen zu setzen.

 

Text: T. Strahm

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Kommentare: 3
  • #1

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