NLA: Niederlage zum Qualiabschluss

Mit einem Sieg im Derby gegen den SHC Grenchen-Limpachtal wäre für die Bulldozers der

Vorstoss auf Rang 6 der Tabelle möglich gewesen. Spätestens nach dem zweiten Drittel war jedoch klar, dass dieses Vorhaben einer Utopie gleich kommt. Eine emotionslose, uninspirierte Leistung reichte den Bulldozers nicht, den Gegner zu fordern und so unterlag man dem Grenchner Wal schlussendlich deutlich mit 14:5.

Die Ausmasse der Schnauzbartversionen, welche beim Derby gegen Grenchen üblicherweise in den Gesichtern der Bulldozers zu bestaunen sind, nehmen immer wieder künstlerische Formen an (siehe Bild). Dass sich die Grenchner davon nicht aus der Ruhe bringen lassen, mussten die Bulldozers leider nur allzu schnell verdauen. Bereits nach 14 (!) Sekunden leuchtete die im Strassenhockey nicht vorhandene rote Lampe hinter dem Tor von Lukas Hubacher ein erstes Mal.


Die Bürde dieses frühen Gegentreffers wurde in der unmittelbaren Folge nicht grösser. Den Bulldozers gelang es in dieser Spielphase das einzige Mal, ihr konzentriertes Abwehrdispositiv aufzuziehen. Nach einem missratenen Abschlussversuch nach einem Offensivbully der Dozers, entwischte Grenchenstürmer Lüthi und dieser bezwang Hubacher zum zweiten Mal mit einem satten Hocheckschuss. Der Aktion fiel der Stock von Flo Bürki zum Opfer, welcher von seinem Besitzer, aus Frust über das eben erhaltene Gegentor, am Torpfosten zerbarstet wurde. Vor der Pause fiel in der Folge auch noch das 3:0 durch Lars Henzi, welches anschliessend noch vor der Sirene durch Thomas Huber im Powerplay mit dem 3:1 beantwortet wurde. Der Junior traf dabei mit einem haltbaren Schuss von der Mittellinie zwischen den Beinen von Grenchen-Torhüter Röthlisberger hindurch.


Im zweiten Abschnitt verloren die Bulldozers jegliche Spielfreude und wurden von den Grenchnern vorgeführt. Torhüter Hubacher konnte einem leidtun. Mal für Mal rettete der Schlussmann der Rieder alleine gegen die Solothurner, konnte jedoch nicht verhindern, dass die blauen Wale (nicht Blauwale) ihr Score bis zur zweiten Drittelspause auf 8:1 erhöhten.


Fürs letzte Drittel übernahm Tobias Strahm die Aufgabe, die Angriffsbemühungen vor erfolgreicher Vollendung zu unterbinden. Bevor das Tor der Rieder allerdings ein erstes Mal ins Fadenkreuz des letztjährigen Cupsiegers geriet, konnte Strahm zurücklehnend beobachten, wie Schärer mit einem Weitschuss im Powerplay und Urs Bütikofer per Buebetrickli etwas Resultatkosmetik betrieben. Die Ruhe vor Strahms Gehäuse wurde in der Folge von einer Strafenabfolge seiner Vorderleute jeh beendet und noch bevor die ersten Schweissperlen von der Stirn tropfen konnten, erzielten Sterchi (2x) und Tristan Jenni drei weitere Treffer zu Gunsten des Qualifikationsdritten. Bis Spielende fielen beidseitig noch Tore und niemand vergoss eine Träne, als an diesem regnerischen und windigen Nachmittag der Schlusspfiff ertönte.


Am heutigen Nachmittag wurde Schweizweit die Qualifikationsphase abgeschlossen und es ist nun klar, welche Teams nach Ostern in der ersten Playoffrunde die Klingen kreuzen werden. Die Säbel der Rieder werden sich dabei nach Belp richten. Der Cupfinalist und Qualifikationszweite wird dabei von den Buchmachern als klarer Favorit gehandelt. Nach den Niederlagen der Gürbentaler auf Junioren B und Junioren A Stufe munkelt man jedoch, dass die Belper knieeschlotternd auf das Aufeinandertreffen mit den Bulldozers vorausschauen. Um den Riedern aus dem Weg zu gehen, wurde offensichtlich sogar versucht, dem SHC Bonstetten-Wettswil noch Punkte zuzujassen. Ein Ausrutscher von Alessio Faina 12 Sekunden nach Beginn der Overtime im Säuliamt führte jedoch schlussendlich zum Sieg der Belper und dazu, dass die Tabelle auch in den hinteren Regionen keine Änderungen mehr erfuhren.


Zuerst steht jetzt aber der Cup Final vom Ostersamstag an, bei dem die Bulldozers als Organisator prominent vertreten sein werden. Das Spiel beginnt um 15:00 Uhr in der Mur-Halle in Thun. Schon am Vormittag sind die Junioren B der Bulldozers bei ihrer Mission Titelverteidigung zu bestaunen.


Text: T. Strahm

Kommentar schreiben

Kommentare: 0