Team 1: Meisterliche Demontage der Rebells

Das erste Auswärtsspiel des Kalenderjahres 2015 führte die Bulldozers zum amtierenden Schweizer Meister den Oberwil Rebells nach Zug. Wie schon die letzten Jahre waren die ersatzgeschwächten Zuger auch dieses Jahr wieder eine zu grosse Nummer. Nach der 11:2 Niederlage in Zauggenried Ende Januar, resultierte in der Zuger Herti eine deutliche 1:10 Niederlage.

Dass die favorisierten Rebells keine Geschenke verteilen werden, war den Bulldozers auch vor dem Spiel klar. Im Gegenzug waren es die Rieder, welche die Startphase völlig verschliefen und dem amtierenden Meister den Sieg in den ersten zehn Spielminuten quasi in die Wiege gelegt haben. 0:6 aus Sicht der Rieder lautete das ernüchternde Resultat nach nicht einmal 13 gespielten Minuten. „Wir haben den Start richtig verschlafen“, analysiert Dominic Hulliger, welcher heute im zehn-Mann-System von Coach Markus Hubacher zusammen mit Patrick Bütikofer die weite Verteidigung stellte sachlich. Auf der Suche nach möglichen Gründen dafür spricht Hulliger die momentan mangelhaften Trainings an. „Wenn du aufgrund der vielen Absenzen unter der Woche nicht richtig trainieren kannst, bist du halt wie heute vom Tempo der Rebells völlig überfordert.“


Die Rebells schalteten in der Folge einige Gänge zurück und zeigten sich mit den Berner Gästen gnädig. Auf der anderen Seite konnten sich nun auch die Bulldozers einigermassen ins Spiel kämpfen und zeigten zumindest im zweiten Spielabschnitt eine ansprechende Leistung. „Die Leistung im zweiten Drittel war nicht schlecht“, findet Thomas Huber, welcher aus schulischen Gründen von November bis Januar mit der zweiten Mannschaft des heutigen Gegners trainiert hat. „Die Zuteilung wurde mit der Zeit besser und auch dank der Leistung unseres Torhüters konnten wir das zweite Drittelsresultat ausgeglichen gestalten.“, führt der Junioren Internationale weiter aus.


In der Tat schafften es die Rieder im zweiten Drittel, die Null von der Anzeigetafel wegzuradieren. Jonathan Bütikofer traf mit einem herrlichen Hocheckschuss zum zwischenzeitlichen 1:6. Das war aber auch schon alles, was schlussendlich auf der Plus-Seite der Rieder stand. Die Rebells kontrollierten das Geschehen weiterhin ohne Probleme und erhöhten das Skore im dritten Spielabschnitt auf 10:1. Eine deutliche Klatsche für den aktuellen Tabellen achten aus dem Kanton Bern.


Schwung und Selbstvertrauen wollte man sich im Spiel gegen den Meister holen, um anschliessend die entscheidende Phase der Meisterschaft mit den kapitalen Spielen gegen den SHC Bettlach, SHC La Chaux de Fonds und Martigny möglichst optimal vorbereitet in Angriff zu nehmen. Was geblieben ist, ist die Verunsicherung nach der völlig missglückten Anfangsphase und mit der Gewissheit, nur ein Tor erzielt zu haben.


Vor den Riedern steht nun die einzige Doppelrunde mit Spielen gegen den SHC Bettlach am Samstag auswärts und am Sonntag das Kellerduell gegen den direkten Tabellennachbarn La Chaux de Fonds.

 

Text: T. Strahm

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