Die Bulldozers kämpfen gemeinsam: Auf und neben dem Platz

Bild: sierre-lions.ch
Bild: sierre-lions.ch

Jeweils im Herbst, wenn die Blätter von den Bäumen fallen und die Tage wieder kürzer werden, ertönt auf Schweizer Strassenhockeyfeldern wieder das Geräusch von auf dem Asphalt aufschlagenden Hockeystöcken und herumzischenden Fiselbällen. Zum voraussichtlich letzten Mal, ist dieser Laut bis im Frühling auch auf dem Schulhausplatz in Zauggenried zu hören.

 

Seit der Vereinsgründung 1999 bietet diese Einrichtung, bestehend aus Zivilschutzkeller und Schulgebäude, dem ortsansässigen Strassenhockeyklub Bulldozers Kernenried-Zauggenried ein Zuhause. Der Klub, welcher seit 2005 eine Mannschaft in der höchsten Schweizer Liga stellt, bietet über 120 Jugendlichen und Erwachsenen eine attraktive Freizeitbeschäftigug.

 

Eine Regeländerung, die auf Anfang der nächsten Saison 2015/2016 für die höchste Liga eingeführt wird, verpflichtet die Bulldozers sich für die Meisterschaft ein grösseres Terrain zu suchen. Dies führte dazu, dass die Vereinsmitglieder in den vergangenen Jahren und Monaten keine Gelegenheit ungenutzt liessen, für den grossen Traum, den Umzug auf ein eigenes, neues Terrain Rappen für Rappen zusammenzusammeln.

So wie die aktuelle Meisterschaft, in welcher die 1. Mannschaft der Rieder wacker um den Anschluss ans Mittelfeld kämpft, immer weiter fortschreitet, so näher rückt auch der Baustart des neuen Platzes, nahe dem im Sommer 2014 eröffneten neuen Schulhaus in Kernenried. Bis es jedoch soweit ist, gilt es noch einige Hindernisse zu überwinden.

Die Realisierung des Grossfeldprojektes in Kernenried ist für die Zukunft des Vereins von grosser Bedeutung. Nur durch das Aufgaben der bestehenden Anlage und den Umzug an eine neue Spielstätte, können die Bulldozers auch nächste Saison an der Meisterschaft der Nationalliga A teilnehmen und den eigenen Junioren längerfristig eine Perspektive an der nationalen Spitze bieten.

 

Mit über 60 Junioren gehört die Nachwuchsabteilung der Rieder zu den grössten und erfolgreichsten der ganzen Strassenhockey-Schweiz. In den vergangenen Jahren sammelten die Jung-Bulldozers etliche nationale Titel auf verschiedenen Juniorenstufen, inklusive dem Gewinn von Cup und Meisterschaft auf U15-Kategorie. Zudem nahm im vergangenen Frühsommer eine Auswahl der Bulldozers an  einem internationalen Einladungsturnier in Pilsen, Tschechien teil. Für die Juniorenweltmeisterschaften in Bratislava wurden insgesamt fünf Junioren auf verschiedenen Altersstufen für die Nationalmannschaft berücksichtigt.

 

Bild: Cornelia Bongi
Bild: Cornelia Bongi

Die Erlebnisse während den erfolgreichen Meisterschaften sowie die Aufgebote für die Landesauswahl sind für die Entwicklung der Jugendlichen auf positivste Weise prägend. „Die Weltmeisterschaft war bisher eine der schönsten und erlebnisreichsten Wochen meines Lebens“, erinnert sich Lucas Stucki, Torhüter des ältesten Juniorenteams der Bulldozers. Sein Mannschaftskollege Dominik Marti ergänzt: „Für mich war es extrem wichtig, international Erfahrungen zu sammeln und ich danke meinen Juniorentrainern, welche mir diese Zeit ermöglicht haben.“

Die Erfolge der Junioren sind das Resultat einer immer professionelleren Jugendarbeit in Zusammenarbeit mit dem Swiss Olympic Projekt Cool and Clean sowie dem Sportförderungswerk des Bundes J+S (Jugend und Sport). So profitieren die Nachwuchsspieler der Bulldozers vom grossen Erfahrungsschatz ihrer Trainer als Aktivspieler, gepaart mit deren Ausbildung innerhalb des J+S-Programms. „Die Jungen sind unsere Zukunft. Die erforderliche Jugendförderung auf diesem Niveau klappt aber nur, wenn die Trainer und Betreuer die Philosophie und Konzepte umsetzen.“, erläutert Beat Bütikofer, Juniorenverantwortlicher der Bulldozers die Notwendigkeit einer strukturierten und gut organisierten Ausbildung der Nachwuchsspieler. 

Um auf die Vereinsebene zurückzukehren stehen für die Rieder, neben dem Bau des neuen Spielfeldes, für das Kalenderjahr 2015 einige weitere Herausforderungen an. So wurde der Verein vom Schweizerischen Strassenhockeyverband SSHA wiederum damit betraut, die Organisation des Cupfinales vom Ostersamstag, 4. April 2015 zu übernehmen. Des Weiteren findet im Juni in Zug die Herren- und Damen-Weltmeisterschaft statt. Die Strassenhockeyszene der Schweiz erhofft sich von diesem Grossevent einen Aufschwung für die bis Anhin eher unbekannte Sportart und die Bulldozers sind gefordert, diese Chance zu nutzen, um sich in der Region weiter als attraktive Freizeitmöglichkeit zu positionieren.

Text: Tobias Strahm
Artikel für Fraubrunner Anzeiger

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